27. Mai 2011

Verband Deutscher Bestattungsunternehmen zur Jahreshauptversammlung vom 19.-21. Mai in Nordhausen

Zum ersten und sicherlich nicht zum letzten Mal hat der VDB seine Jahreshauptversammlung in einem neuen Bundesland durchgeführt. Unter tatkräftiger Mithilfe des "Bestattungshauses in Nordhausen" wurde ein umfangreiches Programm absolviert: Neben der 1-1/2 tägigen Tagung wurden per Straßenbahn-Sonderfahrt Nordhausen und die nähere Umgebung erkundet sowie der "Tag der offenen Tür" in der neuen Geschäftstelle des ortsansässigen Unternehmens miteröffnet.

Wie in den vergangenen Jahren, so nahm auch diesmal ein hochrangiger Repäsentant des BDB, Herr Vizepräsident Toni Hanrieder, auf Einladung des Vorstandes an der Tagung teilt und bereicherte diese durch zahlreiche sachkompetente und engagierte Beiträge, für die ihm intensiv gedankt wurde. In viele Themen, die diskutiert wurden, kann die grundsätzliche Übereinstimmung beider Verbände zum Ausdruck.

Die Themenbereiche waren u.a.:

  • die Marktsituation und Entwicklungtendenzen der Bestattungsdienstleistungbranche
  • Konsequenzen des gesellschaftlichen Wandels zur single- und multikulturellen Gesellschaft für unseren Berufsstand
  • das Eindringen benachbarter Berufe in unsere Tätigkeitsfelder sowie die Problematik der nicht geregelten (unkontrollierten) Zulassung zur Bestattungstätigkeit.

Breiten Raum nahm die Berichterstattung des Vorstandes zur Kooperation des VDB mit dem BDB und dem VDT ein. Aus den zahlreichen Sitzungen und Zusammenkünften in Gremien des BDB wurde ausführlich berichtet und aktuelle Branchen-Themen ausführlich diskutiert: Zerfifizierung, AFD, Situation und Entwicklung des Fort- und Weiterbildungszentrums in Münnerstadt, Wettbewerbsverstöße von Großunternehmen sowie diverse Rechtprobleme im Zusammenhang mit Bestattungvorsorgeverträgen. Wie immer, war hier die Anwesenheit unserer Verbandsanwältin äußerst hilfreich.

Wie stets in den vergangenen Jahren war ein Schwerpunktthema die vom VDB gemeinsam mit der IHK Berlin initiierte Qualifizierung zum "Bestattunmgsfachwirt". Es bestand Einigkeit darüber, dieses Weiterbildungsangebot weiterhin auch den vielen "Seiteneinsteigern" anzubieten und noch intensiver als bisher zu bewerben.

Für 2012 bot Kurt Stier die Organisation einer Studienreise des VDB nach Bologna und Umgebung an. Für Rückfragen steht er jederzeit zur Verfügung.

Ein Höhepunkt war der Vortrag von Herrn Volker Völsing mit anschließender Ausprache. Die Versammlung  erhielt einen umfassenden Überblick über die Entstehung, Situation und Perspektive der Feuerbestattung. Einen sachkundigeren Referenten dürfte es z.Zt. kaum geben.

Zum Abschluß der Tagung konnten wir einen "Überraschungsgast" begrüßen:
Dr. Kerstin Gernig präsentierte uns Inhalt und Zielsetzung des im nächsten Jahr in Berlin stattfindenden Kongresses "Trauer braucht Raum" und zog mit ihrem 45-minütigen Vortrag zum Thema "Marketing in der Bestattungsbranche" die Versammlungsteilnehmer in ihren Bann. Der Erfolg und die positive Resonanz wurde in den zahlreichen anschließenden Einzelgesprächen deutlich.

Viele neu beigetrene Mitgliedsunternehmen konnten erstmalig begrüßt werden. So ist der VDB nunmehr u.a. auch in Düsseldorf, Lübeck, Leipzig, Bad Reichenhall und Saarbrücken vertreten.

Vorstand und Beirat wurden ohne Aussprache bezüglich der Geschäftsführung entlastet und fühlen sich deshalb verpflichtet, die Arbeit unverändert engagiert fortzusetzen.

Die JHV 2012 wird am 11. und 12. Mai in Bremen durchgeführt.